Robert – Tinnitus

3. Session – Macht (28.11.07)

Robert landet in einem runden Raum vor einer weissen Tür. Dahinter eröffnet sich ein Fluss mit Bergen. Die Stimmung ist ruhig. Robert fühlt, das er fliegt: „Ich habe richtig Freude.“ Plötzlich ist wieder der weisse Raum da. Robert versucht sich die Freude und Freiheit des Fliegens herbeizuwünschen. Das geht. Eine Stimme sagt, er muss es nur wollen.

Robert gelangt direkt zum alten, weisen Mann, der ihm wieder den Fernseher zeigt. Der weise Mann ermutigt ihn hinzusehen. Robert spürt, dass etwas in ihm sich in dem Moment wehrt.

Der alte Mann erklärt, dass das Ego sei. Diesem Ego-Robert ist es egal, dass Robert nach dem Hintergrund seines Tinnitus sucht. Robert setzt sich mit dem Ego-Robert auseinander, der nicht daran glaubt, dass der Ton wieder weg gehen kann. Robert müsste den Ego-Robert umprogrammieren, dann würde er mithelfen. Er ist nicht für Robert, da er ihm die Schuld daran gibt, dass alles so ist, wie es ist. Der Ego-Robert beschwert sich, dass Robert ihn viel alleine gelassen hat und sich nicht gekümmert hat.

Dieser Ego-Robert ist jetzt der Robert mit 13 Jahren, der abgestumpft vor seinem Computer sitzt. Robert geht hin und macht den Computer kaputt, stört den 13-Jährigen. Der reagiert erschrocken und ist nun aufmerksam. „Robert, geniesse das Leben. Verschliesse dich nicht vor deiner Mutter und deinen Freunden. Stelle dich dem Leben.“ Der Junge ist hilflos und Robert macht ihm Mut.

Der 13-Jährige zeigt ihm ein Erlebnis beim Karate, wo er von einem Jungen, Thomas, verprügelt worden ist. Der junge Robert hat grosse Angst und zieht sich ganz zurück. Robert und der Junge geben Thomas die Prügel mit dem Dhyando zurück. Der Junge freut sich und erzählt das seiner Mutter. Er verbringt jetzt mehr Zeit bei seiner Mutter und sitzt nicht mehr soviel vor dem Computer.

Der alte Mann schaltet sich wieder dazu.

Er zeigt Robert beim Snowboardfahren mit 18 Jahren zusammen mit seiner Mutter. Diese ist sehr traurig. „Was hast du denn?“ Sie ist sehr alleine und es schmerzt sie, dass die Männer sie immer wieder verlassen. „Ich spüre deine Verzweiflung und Traurigkeit.“ Die Mutter bedeutet, dass Robert sie loslassen soll.

Er soll auch seine Gefühle zeigen und sie auch mal umarmen. Sie hat Angst, dass Robert wie sein Vater wird, dass sie Robert verliert. Robert sei ihre ganze Lebensfreude, sie hat sich an ihn geklammert. Die Mutter müsste Robert auch loslassen können. Das kann sie nicht.

Robert kommt an dieser Stelle zu seiner Mutter heute, an ihre Krankenbett, wo sie die ganze Zeit weint. Er weint auch und ist sehr berührt. Seine Mutter sagt ihm wieder, dass er sie loslassen muss. „Aber wie kann ich das, wenn du mich nicht loslässt?“ Robert’s Mutter müsste bereit sein in die Einsamkeit zu gehen. Deswegen stirbt sie, daher ist sie krank geworden. „Das ist hart, aber ich kann es verstehen.“ Robert erkennt, dass er aber auch sein eigenes Leben hat. Seine Mutter gibt ihm einen Kuss und lässt ihn los.

Der weise Mann greift hier ein. „So schnell geht das nicht.“ Er gibt den Rat weiter mit seiner Mutter zu reden und dabei seine Gefühle zu zeigen. „Danke für die schöne Zeit, die wir füreinander da waren. Aber ich bin froh, wenn wir uns loslassen. Ich habe das Gefühl, dass es jetzt Zeit ist.“ Robert’s Mama weint und kann nicht glücklich sein ohne ihren Sohn. Robert ist ratlos. „Das tut mir schrecklich weh dich so krank zu sehen.“ Robert’s Mutter möchte am liebsten sterben, weil sie nichts ohne ihren Sohn ist.

Der Mann von seiner Mutter, Ralf, kommt dazu. „Mit dir konnte ich noch nie richtig reden; alles war nur oberflächlich.“ Robert schlägt Ralf mit dem Dhyando. Der konnte Robert’s Mutter auch nie seine Gefühle zeigen und ist kalt. Sie haben nebeneinander hergelebt. Ralf hat niemanden über seine Grenze gelassen. Robert zeigt das den Eltern von Ralf, die die Gefühle zunächst auch nicht wichtig halten. Robert konfroberttiert sie mit dem Ergebnis, wie kalt ihr Sohn ist. Er arbeitet mit dem Dhyando und Ralf’s Eltern nehmen ihn als Kind in die Arme.

Ralf ist daraufhin wieder eine Erwachsener und ist sehr erleichtert, dass diese Last von ihm genommen ist. Robert’s Mutter im Bett freut sich und lacht. Ralf sagt ihr, dass er sie liebt und auf sie aufpasst. „Zum ersten mal mag ich dich, Ralf!“

Robert zweifelt in dem Moment, weil das in seiner Vergangenheit, in seiner Erinnerung real nicht so abgelaufen ist. Dieses spontane Gefühl „Ich mag dich“ zeigt aber, dass Robert seine eigene Realität verändert hat.

Der weise Mann rät Robert sich von seiner Mutter zu verabschieden. Robert geht zu seiner Mutter ins Krankenhaus an ihr Bett. Sie ist nicht mehr so traurig. Ralf passt auf sie auf und sie freut sich dass es Robert jetzt besser geht. „Ich liebe dich und jetzt geh.“

Der weise Mann bestätigt Robert an der Stelle, dass er den Hintergrund vom Tinnitus aufgelöst hat. „Warum höre ich ihn dann noch?“ Robert hört den Ton, weil er seine Aufmerksamkeit auf ihn richtet. Der alte Mann lacht, Robert wird es dann verstehen, wenn die Zeit dafür da ist. „Hab vertrauen und glaube daran.“

Robert erhält die Botschaft, dass das was er denkt und fühlt wird in seinem Leben geschehen. Er nimmt eine grosse Ruhe in seinem Kopf wahr.

Der weise Mann schickt Robert wieder zur Tür hinaus in den runden Anfangsraum.

Robert sieht mehrere Türen. Der Raum hinter der Tür die er schon geöffnet hat, ist jetzt voller Natur.
Robert wird von einem alten Professor empfangen, der so aussieht wie im Film MATRIX. Eine ganze Wand mit Fernsehern befindet sich in dem Raum. „Es ist Zeit mich kennen zu lernen.“ Robert hat die Wahl, der Professor zeigt ihm, was er möchte. Robert ist zögerlich und verwundert. Der Professor gibt ihm zu verstehen, dass er sein Beschützer ist. Robert hört eine Stimme „Heilung kommt von Innen.“ Robert soll daran denken und das machen, was ihm Freude bereitet. „Das ist mein Weg.“
Robert spürt an dem Punkt die Kraft, eine schöne Welt in sich zu schaffen, wenn er an sich glaubt.

Robert holt sein inneres Kind herbei. Der kleine Robert ist ca. 6 Jahre und voller Freude. Er ruft dass es ihm super geht und er lädt Robert ein, mit ihm zu spielen. Robert’s Eltern kommen dazu. Sie sind in seinem Elternhaus, das jetzt voller Frieden und Harmonie ist. Robert ist ganz verwundert wie schön dort alles ist.

Er befragt an dieser Stelle den alten Mann, was noch zu tun ist. Dieser rät Robert einfach sein Leben zu leben. Seine Eltern sagen ihm, sich jetzt um sein Leben zu kümmern. Sie versichern ihm, dass sie für ihn da sind und er nun an seine Zukunft denken soll.

Robert macht eine Hochrechnung in seine Zukunft. Er ist DJ und hat ganz viel Freude Musik zu machen. Er hat viel Erfolg. Er arbeitet auch als Produzent und hat ein kleines Studio. „Das ist mein grösster Wunsch eine eigene Platte zu machen. Mein Tinnitus und mein Kopfschmerz haben mich immer abgehalten.“ Der Professor schaltet sich dazu und ruft, dass das vorbei ist und dass Robert es jetzt schafft. Robert hat noch zu 50% Vorbehalte, dass das stimmt. Es fehlt ihm der Glaube, dass der Tinnitus einfach so verschwindet, da es schon seit 10 Jahre pfeift. Robert hat noch nie an sich geglaubt. Der zweifelnde Robert, der der Rationale ist, will sich überraschen lassen, und würde sich freuen, wenn es klappt.

Robert fühlt sich phantastisch und spürt eine riesen Power.

Er hat Schwierigkeiten in seine Zukunft zu schauen. Der Professor erklärt, dass seine Zukunft von ihm abhängt. „Als ob ich mich noch entscheiden müsste.“

Robert’s alter Glaube hindert ihn noch. Der Teil, der nicht an sich glaubt taucht auf. Er hat so vieles Unangenehmes erlebt, wie soll sich das so schnell ändern. Es ist nicht so einfach, nur das zu tun, was gut tut und Freude macht. Er ist dunkel und sitzt in einem Loch.

„Du bist so ein fauler Kerl und hälst mich immer auf. Du funkst mir immer rein.“ Robert schlägt mit dem Dhyando und der Zweifler verschwindet. Er kommt in einem schicken Anzug wieder und bestätigt, dass er soweit ist. Er freut sich aus dem dunklen Loch herausgekommen zu sein. „Der ist ein total sympathischer Typ.“
Robert hat jetzt wieder das Gefühl vom Anfang zu fliegen. „Da ist viel Natur.“ Auf der einen Seite ist Nebel.

Robert fragt den alten Mann nach dem Nebel, was das Thema ist. Er antwortet „Übersinnlichkeit.“ Robert fliegt in den Nebel und trifft dort auf drei Männchen. Eine blaue Blume, eine orange Blume. Und sympathische kleine Viecher. Robert spricht sie an und die Kleinen, wie Glühwürmchen, holen noch mehr von ihnen dazu.

Robert lässt sich zum König der Tierchen führen und sagt lachend zu Robert: „Du hast es geschafft.“ Er sei das Überbewusstsein. Robert’s Macht. Der König gibt Robert das Glas der Weisheit zu trinken. Robert soll sich seine Übersinnlichkeit erschliessen für die Aussenwelt. Er soll für Freude und Glück sorgen. Robert muss nur glauben, dass er die Kraft hat und dass es in der Aussenwelt geht. „In meiner Pantasie geht das schon.“

Robert manifestiert eine Situation aus seinem Leben als Testfall: Er springt von einem Balken und bricht sich nichts. Seine Freundin, die sonst ernst ist, ist fröhlich, lebendig und witzig.

Robert geht weiter in der Zeit voran und sieht sich seine eigenen Platten unterschreiben. Es fällt ihm allerdings schwer sich einen blühenden Baum in einem Winterwald vorzustellen. „So einfach ist es doch nicht.“ Es gelingt Robert immer nur für kurze Zeit.
Der König kommt dazu und lacht: „So einfach ist es doch nicht.“ Robert bittet den König ihn zu zeigen wie er das Piepsen abschaltet. Der König soll den Tinnitus per Schalter abstellen. Er macht es und regt sich auf, weil es nicht funktioniert. Der König hat den Stecker gezogen, der Tinnitus ist noch da. Der Tinnitus hat scheinbar sein eigenes Energiesystem entwickelt.

Robert sieht einen grossen Strudel in den er sich hineinziehen lässt. Der König ist noch dabei. Sie befinden sich in Robert’s Ohr. Der König ist hier auch überfordert.

Der Therapeut empfiehlt den Generator, den Erzeuger des Tones, zu suchen. Eine Maschine, die quietscht und piepst, taucht auf. Sie ist in Robert’s Ohr verwachsen. Robert hat den Impuls mit dem Dhyando auf diese Maschine zu schlagen. Ein alter, verschrumpelter Mann taucht auf; er hat die Maschine gebaut. „Das habe ich mit soviel Mühe aufgebaut. Das kann man doch nicht kaputt machen.“ Robert macht dem Mann klar, dass er diesen Ton nicht mehr will und dass jetzt damit Schluss ist. Der alte Mann kann die Maschine nicht mehr abschalten, sie hat sich mit der Zeit selbstständig gemacht. Robert und der Mann schlagen auf die Maschine ein.

Aus einem Spalt kommen jetzt kleine schwarze Monster und ekelige Schnecken. Sie fressen den Erbauer der Maschine. Robert lässt diese Monster verdampfen. Das Licht in der Höhle wird rot und Feuer kommt auf. „Das Feuer wird immer grösser und alles verbrennt.“