Sesssionverlauf Udo

1. Session: Akzeptieren 2. Session: Angstraum 3. Session: Vertrauen 4. Session: Entscheidung 5. Session: Durchsetzung 6. Session: Lehrer 7. Session: Integration

 

2. Session: Angstraum


Udo wählt die erste Tür auf der rechten Seite mit dem Schild Angst und befindet sich in einem riesigen, schwarzen Raum mit weichem Fussboden. Er sinkt bis zu den Knien ein. „Ich kann kaum gehen. Es fällt mir schwer vorwärts zu kommen.“ Udo bekommt Angst. Diese kontrolliert ihn und hindert ihn daran, so zu leben wie er will.

Der Vater kommt dazu. Er bestreitet allerdings, dass die Angst mit ihm zu tun hat. Es entsteht ein richtiger Konflikt zwischen der Angst und dem Vater. Der Vater bedeutet Udo, selber der Auslöser der Angst zu sein.
Daraufhin holt sich Udo selbst in seine Innenwelt hinzu. Dieser Udo bestätigt, dass er die Angst auslöst um sich zu schaden und weh zu tun. - Udo atmet intensiv. - Er bittet sich selbst um eine Erklärung und will wissen, ob er weiterhin unter dieser Angst leiden soll. Der Innenwelt-Udo bestätigt das.

Udo: „Ich kann die Angst nur bekämpfen, indem ich ihn bekämpfe.“ Er bearbeitet den Innenwelt-Udo mit dem Dhyando. Es geht darum klar zu machen, wer der Boss ist. „Geh mir jetzt aus dem Weg! Es kostet mich wahnsinnig viel Kraft.“

Als Udo anschliessend in seinen Anfangsraum geht, kann er sich besser bewegen. „Jetzt bin ich der Chef! Ich lass mir keine Angst mehr machen!“ Der Innenwelt-Udo ist daraufhin ganz klein und hilflos.
Dieser kleine Udo zeigt an dieser Stelle folgende Situation: Udo gelangt ins Krankenhaus, wo seine Mutter im Bett liegt. Er ist gerade geboren und seine Mutter will ihn bei sich behalten, aber die Krankenschwestern bringen ihn weg. Das Grundgefühl ganz allein zu sein entsteht. „Ich bin alleine. Niemand der mir hilft und mich beschützt.“ Der grosse Udo (er atmet dabei sehr intensiv) geht zum Kleinen, der schreit, strampelt und schon blutige Knie hat. Udo will den Kleinen zu Mama bringen, die Krankenschwestern hindern ihn jedoch daran. Er wehrt sich und bearbeitet die Krankenschwestern mit dem Dhyando. Udo erlebt eine tiefe Berührtheit und weint heftig.

Trotzdem hat Udo es nicht geschafft das Baby zur Mama zu bringen. Die Mama will wissen, warum. Udo: „Der Arzt und die Schwester haben mich daran gehindert.“ Udo nimmt die beiden mit in seinen Anfangsraum, um ihnen die Folgen ihres Handelns zu zeigen. Die beiden sind total schockiert und können es überhaupt nicht verstehen. Sie machen die gleiche Erfahrung wie Udo zu Anfang und sinken bis zu den Knien ein.
Daraufhin geht Udo wieder zurück ins Krankenhaus und kann jetzt Kleinen zur Mama bringen. „Er war aber so lang allein und ist an seiner Einsamkeit und den aufgeriebenen Knien verblutet. Er lebt nicht mehr.“ Der Therapeut rät, früher einzugreifen und dem Baby zu helfen. Udo atmet lange intensiv. Er erfährt die Geburt vom Kleinen. „Jetzt kann der Kleine bei seiner Mutter bleiben.“ Udo integriert daraufhin den Kleinen: „Wir sind jetzt ein und derselbe.“

Udo geht an dieser Stelle wieder in den Anfangsraum. Der Fussboden ist nun fest und er kann gehen wohin er will. Der Raum ist überschaubar geworden. „Ich fühl mich eigentlich richtig gut hier.“
Der Therapeut schlägt vor, den Vater hinzuzuholen. Beide laufen Hand in Hand durch den Raum und der Vater freut sich mit Udo.
„Der Raum hat den Schrecken für mich verloren. Es hindert mich nichts mehr daran, zu machen was ich will.“

Udo zeigt auch dem Arzt und der Krankenschwester die Veränderung, damit sie sehen wie sich der Raum entwickelt hat. Die beiden versinken nun ebenfalls nicht mehr. Sie gehen zurück ins Krankenhaus und bringen auch die anderen Babys zu ihren Müttern.

„Ich fühle mich jetzt richtig gut, genauso wie der kleine Udo bei seiner Mutter.“

 

 

 

3. Session: Vertrauen