Sesssionverlauf Udo

1. Session: Akzeptieren 2. Session: Angstraum 3. Session: Vertrauen 4. Session: Entscheidung 5. Session: Durchsetzung 6. Session: Lehrer 7. Session: Integration


4. Entscheidung

Udo nimmt eine Tür mit der Aufschrift Konflikt wahr. Er ist unentschlossen und zögert. Die Tür geht von selber auf und eine regelrechter Luftstrom saugt ihn in den Raum. Udo hat dort keine Kontrolle über sich. Er fühlt sich wie in einem Hurrikane hin und her geworfen. Der Therapeut rät Udo einfach loszulassen und auszuprobieren was passiert. Der Hurrikane hört auf und Udo schwebt nur noch in diesem Raum wie eine Feder. Er gelangt auf den Boden, wo es ganz warm und weich ist. Udo bemerkt, dass ihn der Hurrikane wieder einsaugt, sobald er etwas tun will. Der Therapeut erklärt, dass Udo so den Mechanismus kennen lernen kann. Er kann jederzeit entscheiden ob er etwas tun will oder nicht, bzw. sich als Hurrikane oder als Feder zu spüren. „Das ist paradox. Ich kann den Hurrikane nur kontrollieren, indem ich ihn nicht kontrolliere.“ Der Therapeut schlägt vor einfach ein bisschen zu experimentieren. Udo steht auf und wird erneut vom Hurrikane erfasst. Er spürt sofort den Kontrollverlust. Im Moment des Akzeptierens komm er wieder heraus.

Udo fragt den Hurrikane nach der Botschaft für sein Leben. Es geht um das Thema Entscheidungen treffen und welches die richtigen Entscheidungen sind. In dem Moment des Aktiv-Werdens steckt er schon wieder in dem Hurrikane. Durch das Akzeptieren, dadurch dass er nicht versucht eine Entscheidung zu finden, kommt er wieder heraus. „Dann hab ich aber keine Entscheidung gefunden.“

Wie kann Udo also lernen eine Entscheidung zu treffen. Der Therapeut macht den Vorschlag in die Mitte des Hurrikanes zu gehen und zu versuchen dort eine Entscheidung zu finden. Der Hurrikane gibt Udo zu verstehen, dass er aus der Mitte nicht mehr herauskommt. Er ist dann dort allein. Alle anderen sind ausserhalb. Symbolisch gesehen geht es darum, dass Udo selbst in seine Mitte kommt. Da viele Menschen eben nicht in ihrer Mitte sind, ist er dann natürlich anders, also allein. Udo beschäftigt sich mit dem Alleinsein und was das bedeutet. Denn jeder Mensch ist so gesehen für sich allein und kann aber so wiederum auf andere zugehen.

Udo trifft die Entscheidung es zu versuchen. „Selbst wenn ich ausserhalb des Hurrikane bin, bin ich nicht in der Lage mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Ich habe nichts zu verlieren.“ Udo kommt daraufhin in die Mitte des Hurrikane. Dort geht es ihm gut. Nur das Chaos um ihn herum macht ihm Angst.

Udo stellt fest, dass er vom Hurrikane hinein und auch wieder herausgehen kann. Die Situation zeigt ihm, dass er durch das Vermeiden von Entscheidungen seine Ruhe hat, oder durch das Loslassen von Entscheidungen in seine Mitte kommt. Er hat allerdings noch nicht gelernt eine Entscheidung zu treffen. Die Frage ist wie Udo trotz Hurrikane eine Entscheidung fällen kann.

Udo gelangt wieder in die Situation, wo ihn jetzt die freie Organisation in der Firma zwingt, Entscheidungen allein zu treffen, die er früher mit seinen Kollegen gemeinsam getroffen hat.

Udo gerät in einen Konflikt mit seinem Chef. Die einzigen die ihm helfen können sind die Kollegen, die den Zustand aber gar nicht kennen, dass sie alleine keine Entscheidung treffen können. „Ich muss meinen Kollegen zeigen, dass ich ein Problem mit der Entscheidung habe, muss so meine Schwäche zeigen. Ich muss über meine eigenen Probleme reden.“ Udo spürt diesen Teufelskreis aus dem er nicht herauskommt.

Der Chef bietet ihm an eine Schulung zu machen. Udo versichert, dass er genug Energie für die Schulung hat. Der Chef hat dann jedoch kein Geld zur Verfügung und Udo kann die Schulung nicht machen. „Das macht mich wieder total fertig.“ Der Therapeut rät, den Chef einzufordern.
Udo ist aber eigentlich nicht bereit dazu, weil er von seinem Chef abhängig ist. Es geht also um das Risiko sich durchzusetzen mit allen eventuellen Konsequenzen. Udo entscheidet sich zu experimentieren und den Chef mit dem Dhyando einzufordern.
Nach einigen Schlägen stellt Udo fest, dass ihm die nötige Energie fehlt.

Der Therapeut fordert auf denjenigen zu holen, der Udo’ Energie gebunden hat. Angst taucht auf; diese soll die Situation zeigen, wo die Energie abhanden gekommen ist.

Der Kleine Udo taucht auf, er ist ca. 3 – 4 Jahre alt. Die Angst ist bei ihm ganz gross.
„Ich sehe dass du noch klein bist und du meine Hilfe brauchst. Ich verspreche, dass ich dir in der nächsten Sitzung helfen werde.“

 

5. Session: Durchsetzung